Reifeninnovation: Eine tiefgreifende Transformation jenseits von Gummi

Inhaltsverzeichnis

Mehr als nur Gummi: Materialien und Struktur

Die Elektrifizierung verändert das Spiel

Winter: Mehr als nur Stollen und Lamellen

Druck, Daten und intelligente Lösungen

Nachhaltigkeit und Produktion: Die andere Seite

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Wenn von Innovation die Rede ist, denken viele sofort an ultraweiche Gummimischungen oder asymmetrische Reifenprofile. Doch wahre Transformation liegt oft tiefer – im Konzept, darin, dass Reifen nicht länger nur Verbrauchsmaterialien sind, sondern Teil des intelligenten Fahrzeugsystems werden. Selbst wer jahrelang in der Lieferkette gearbeitet hat, kann noch viel Neues bedenken.

Mehr als nur Gummi: Materialien und Struktur

Fangen wir mit den Grundlagen an. Moderne Innovationen sind selten bahnbrechende Neuerungen, sondern meist schrittweise Verbesserungen. Nehmen wir zum Beispiel siliziumdioxidhaltige Gummimischungen. Über diese Rezeptur wird schon lange diskutiert, doch der Fokus liegt nun auf der präziseren Kontrolle der Größe und Verteilung der Siliziumdioxidpartikel. Dabei geht es nicht nur um die Sicherheit auf nasser Fahrbahn – Ziel ist es, den Rollwiderstand zu reduzieren, ohne die Haftung zu beeinträchtigen. In der Praxis ist es äußerst schwierig, dieses Gleichgewicht zu erreichen. Ich habe Proben gesehen, die auf dem Prüfstand hervorragende Ergebnisse lieferten, deren Verhalten unter realen Bedingungen, insbesondere bei Übergangstemperaturen nahe dem Gefrierpunkt, jedoch unvorhersehbar war. Dies ist gerade bei der Entwicklung von Winterreifen ein entscheidender Faktor.

Verstärkung. Klingt nicht neu, oder? Doch der Einsatz von Aramid und anderen hochmoduligen Kordfasern in Karkasse und Gürtelschichten ist eine stille Revolution. Die Reifenfestigkeit wird erhöht, ohne das Gewicht zu steigern. Dies ist entscheidend für Elektrofahrzeuge mit hohem Drehmoment und bildet die Grundlage für eine zuverlässigere Performance von Elektrofahrzeugreifen auf Basis dieser Konstruktion. Ich erinnere mich, dass unser Partner, Qingdao Dichen Tire Co., Ltd., einen Prototyp eines Elektrofahrzeugreifens mit verstärkten Schultern vorstellte – speziell entwickelt, um plötzlichem Verschleiß bei starker Beschleunigung standzuhalten. Das war kein Marketing-Gag, sondern die Antwort auf ein reales Problem.

Beim Gewicht gibt es noch einen weiteren Aspekt zu beachten. Leichtbauweise dient nicht nur der Kraftstoffersparnis. Sie reduziert auch die ungefederten Massen und wirkt sich somit direkt auf Komfort und Fahrverhalten aus. Doch Vorsicht: Zu leichte Reifen können die strukturelle Steifigkeit verringern und dadurch die Lenkpräzision bei hohen Geschwindigkeiten beeinträchtigen. Präzise Berechnungen sind daher unerlässlich, nicht nur die Einsparung einiger Gramm. Dieser präzise Konstruktionsansatz gilt auch für die Entwicklung von Winterreifen. Ob mit oder ohne Spikes – es muss ein Gleichgewicht zwischen Leichtbauweise und struktureller Stabilität gefunden werden.

Elektrifizierung bringt Transformation

Reifen für Elektrofahrzeuge sind eine völlig neue Welt. Die größte Herausforderung ist die Geräuschentwicklung. Ohne das Dröhnen des Verbrennungsmotors werden alle Außengeräusche deutlich hörbar, insbesondere das Rollgeräusch. Ingenieure versuchen, dieses Problem durch das Aufbringen von schallabsorbierendem Schaumstoff auf die Reifeninnenseite und die Optimierung des Profilblockabstands zu lösen. Schaumstoff erhöht jedoch das Gewicht und verkompliziert die Produktion. Ein vielversprechenderer Ansatz ist die Veränderung der Form und Resonanzfrequenz der Profilrillen selbst. Dies erfordert fortgeschrittene mathematische Kenntnisse, und nicht alle Hersteller sind bereit, sich damit auseinanderzusetzen.

Das zweite Problem betrifft Belastung und Drehmoment. Batterien sind schwer. Drehmoment kann sprunghaft anliegen. Daher benötigen Reifen für Elektrofahrzeuge einen höheren Tragfähigkeitsindex und eine robustere Karkassenstruktur, müssen aber gleichzeitig einen geringen Rollwiderstand aufweisen, um die Reichweite zu gewährleisten. Diese beiden Anforderungen scheinen sich zu widersprechen. Lösungen werden im Bereich neuer Polymere und Seitenwandstrukturen erforscht. Auf der Website www.ditriptyre.ru erfahren Sie im Bereich „Reifen für Elektrofahrzeuge“, wie dieser umfassende Ansatz (anstatt der Fokussierung auf einen einzelnen Parameter) umgesetzt wird.

Der dritte, oft übersehene Aspekt ist die Kompatibilität mit Fahrerassistenzsystemen. Reifen von Elektrofahrzeugen müssen ein stabiles und vorhersehbares Ansprechverhalten zeigen, um die einwandfreie Funktion von ESP, Bremssystemen und sogar autonomen Fahrsystemen zu gewährleisten. Selbst geringfügige Abweichungen in den Fahreigenschaften können zu algorithmischen Fehlern führen. Es handelt sich also nicht mehr nur um einen Gummiring, sondern um eine Komponente mit hohen digitalen Anforderungen.

Winter: Mehr als nur Stollen und Lamellen

Wirkt das Thema Winterreifen veraltet? Keineswegs. Innovationen konzentrieren sich heute auf die Anpassungsfähigkeit. Gemeint sind Laufflächenmischungen, die auch bei extrem niedrigen Temperaturen von -5 bis -30 °C elastisch bleiben. Dies ist die Grundlage für die zuverlässige Leistung von Winterreifen, ob mit oder ohne Spikes, und dieser entscheidende technologische Durchbruch ist unerlässlich. Das Problem: Gummi, der bei -20 °C optimal funktioniert, kann bei -2 °C auf nassem Asphalt schäumen. Mehrschichtige oder Gradientenmischungen sind daher aktuell sehr beliebt. Die oberste Laufflächenschicht ist für Minustemperaturen und Oberflächen mit viel stehendem Wasser und Schlamm optimiert, während die untere Schicht für eisige und frostige Straßen ausgelegt ist. Diese Mischung verleiht Winterreifen einen breiteren Temperaturbereich und eine stabilere Performance.

Spikes. Ja, auch sie werden ständig verbessert. Der Fokus liegt dabei jedoch nicht auf der Größe, sondern auf den Materialien und Montageverfahren – dem Kern der Innovation bei Winterreifen mit Spikes. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Spikes während ihrer gesamten Lebensdauer fest sitzen, insbesondere bei Fahrten auf geräumten Asphaltstraßen. Schon ein Verlust von 20 % der Spikes würde alle Vorteile von Winterreifen mit Spikes zunichtemachen. Ich habe Winterreifen mit Spikes gesehen, deren Spikekörper aus Aluminium oder Verbundwerkstoffen besteht, was für besseren Halt auf der Basisgummimischung sorgt. Der Effekt ist deutlich, aber der Preis ist hoch.

Spikelose Winterreifen, auch bekannt als Winterreifen ohne Spikes, stehen im Fokus der Entwicklung. Ziel ist die Optimierung der Mikrostruktur der Lauffläche. Moderne Lamellen sind längst keine einfachen Rillen mehr, sondern komplexe dreidimensionale Strukturen mit Rillen und Mikrokanälen zur Ableitung von Wasser und Schneematsch. Sie wirken wie unzählige winzige Stollen und ermöglichen so auch ohne Spikes hervorragenden Grip auf Schnee. Obwohl dieser Winterreifen auf den ersten Blick vertraut wirken mag, unterscheidet sich seine Performance auf Schnee deutlich von vergleichbaren Produkten vor fünf Jahren.

Reifendruck, Daten und intelligente Lösungen

Integrierte Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) sind mittlerweile Standard. Die nächste Innovationsgeneration liegt jedoch in Reifen, die automatisch Verschleiß, Temperatur in verschiedenen Bereichen der Reifenaufstandsfläche und sogar Straßenverhältnisse melden können. Diese Technologie ist auch für Winterreifen geeignet, egal ob mit oder ohne Spikes. Durch intelligente Datenüberwachung liefert sie Echtzeit-Feedback zu Reifendruckänderungen und Profilabnutzung bei niedrigen Temperaturen und gibt Fahrern so präzisere Sicherheitswarnungen. Bei Reifen für Elektrofahrzeuge kann das intelligente System den Reifendruck zudem dynamisch anpassen, um den Rollwiderstand je nach Reichweitenanforderung zu optimieren und die Reichweite des Fahrzeugs weiter zu verbessern.


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